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Kfz-Flottenversicherung

Für Unternehmen mit mehreren Firmenfahrzeugen ist es oftmals ganz schön aufwendig, für jedes Fahrzeug eine einzelne Kfz-Versicherung abzuschließen. Exakt aus diesem Grund bieten zahlreiche Versicherungsgesellschaften einen pauschalen Versicherungsschutz in Form von einer Kfz-Flottenpolice an – so ist der gesamte Fuhrpark bestens abgesichert. So verschieden wie die Firmen, sind aber auch die Angebote in diesem Bereich. Um Kosten und wertvolle Zeit zu sparen, gilt es hier, den passenden Vertrag zu finden. Doch welche Leistungen bietet eine gute Kfz-Flottenversicherung überhaupt und worauf sollte ich beim Abschluss einer derartigen Police achten? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zum Thema „Kfz-Flottenversicherung“, sodass diese Fragen schon bald beantwortet sind.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Kfz-Flottenversicherung ist vor allem für Unternehmen zu empfehlen, die mehrere Kraftfahrzeuge besitzen. Hierzu zählen zum Beispiel Transportunternehmen oder Unternehmen mit einer Vielzahl von Firmenwagen.
  • Einige Versicherungsgesellschaften definieren eine Kfz-Flotte bereits ab drei ziehenden Fahrzeugen. Ein entscheidender Vorteil liegt darin, dass mit der Kfz-Flottenversicherung im Gegensatz zur Einzelpolice eine Menge Kosten gespart werden können.
  • Hinsichtlich der Leistungen lässt sich die Kfz-Flottenversicherung mit der privaten Kfz-Versicherung vergleichen, denn sie deckt ebenfalls Fahrzeugschäden an Dritten sowie Schäden am eigenen Fahrzeug ab.

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Was gilt als Kraftfahrzeug und ab wann verfüge ich über einen ganzen Fuhrpark?

Grundsätzlich solltest du wissen, dass nicht nur Pkws und Lkws als Kraftfahrzeuge gelten, denn auch Anhänger, Lieferwagen, Krafträder und Zugmaschinen fallen unter diese Kategorie.

Sobald du als Firmenbesitzer mehrere solcher Fahrzeuge besitzt, kannst du diese als Kfz-Flotte versichern lassen. Die meisten Versicherungsgesellschaften definieren einen Kfz-Fuhrpark bereits ab drei ziehenden Fahrzeugen. In diesem Fall handelt es sich um eine Kfz-Miniflotte. Mehr dazu um Nachfolgendem:

  • Kfz-Miniflotte: ab 3 bis 4 Fahrzeuge – kleine Unternehmen
  • Kfz-Kleinflotte: ab 5 bis 20 Fahrzeuge – mittelständische Unternehmen
  • Kfz-Großflotte: ab 20 Fahrzeuge – Firmen mit besonders großem Fuhrpark

Wissenswert: Besonders große Unternehmen haben je nach Branche nicht selten zwischen 30 und mehreren 100 Firmenfahrzeuge. Für diese lohnt es sich besonders, die Kraftfahrzeuge mittels Flottenversicherung abzusichern. Allerdings gilt zu bedenken, dass nicht jeder Versicherer eine derartige Absicherung im Angebot hat. Mittlerweile gibt es einige Anbieter, die in ihren Kfz-Flottenversicherungen eine Maximalgrenze setzen. Wende dich am besten an einen versierten und ungebundenen Versicherungsmakler, um die optimale Absicherung für deine Firmenfahrzeuge zu finden.

Die Leistungen der Kfz-Flottenversicherung

Folgende Leistungen sind in der Regel Bestandteil der Kfz-Flottenversicherung:

Personenschäden

Kommt es bei einem Verkehrsunfall zu einem Schaden an einer dritten Person, übernimmt die Kfz-Flottenversicherung sämtliche Kosten bis zur vereinbarten Decksumme. Die Schadensersatzkosten setzen sich aus der Behandlung und Rehabilitation der betroffenen Person zusammen.

Sachschäden

Verursacht einer deiner Angestellten mit dem Firmenwagen einen Sachschaden, kommt die Kfz-Flottenversicherung für die anfallenden Kosten auf, die an fremden Gegenständen entstanden sind.

Schäden an firmeneigenen Fahrzeugen: Kaskoanteil

Betreffen Schäden das eigene Firmenfahrzeug, ist die Kostenübernahme über den sogenannten Kaskoanteil der Police abgesichert. Dieser greift auch dann, wenn es sich um selbstverschuldete Unfälle handelt. Meist werden zwischen dem Versicherer und dem Versicherungsnehmer Selbstbehalte vereinbart, die sich demzufolge auch auf die Beitragshöhe auswirken.

Schäden durch äußerliche Einwirkung

Selbstverständlich haftet die Kfz-Flottenversicherung auch für Schäden, die durch Einwirkung von außen verursacht wurden. Hierzu zählen zum Beispiel Vandalismus (Beschädigungen durch Dritte, Elementarschäden (Hagel, Sturm, etc.), Raub- und Unterschlagungsschäden sowie Glasbruch.

Zusatzleistungen

Hinzukommt, dass eine Kfz-Flottenversicherung auch Kosten abdeckt, die infolge eines Schadenfalles auftreten können. Hierzu zählen folgende:

  • Kosten für die Instandsetzung
  • Ersatz bei Fahrzeug- oder Karosserieschäden
  • Ersatzkosten bei gestohlenen Fahrzeugen

Was sind die Vorteile einer Kfz-Flottenversicherung?

Bei der klassischen, einzelnen Kfz-Versicherung wird jedes Fahrzeug individuell betrachtet: Wer fährt das Fahrzeug? Von wie vielen Personen wird das Fahrzeug genutzt? Wird es überwiegend in der Stadt oder doch eher in ländlicheren Gebieten gefahren? Gibt es Vorschäden? Falls ja, wie viele? All diese Faktoren haben einen entscheidenden Einfluss auf die Beitragshöhe des Versicherungsschutzes – Demnach können sie die Kosten sowohl zum positiven als auch zum negativen beeinflussen. Bei der Kfz-Flottenversicherung schaut das Ganze schon etwas anders aus, denn hier wird stets die gesamte Flotte als versichertes Risiko betrachtet.





    Diese Vorgehensweise bringt für dich mehrere Vorteile mit sich:

    • Erstellung einer Schadensquote. Das bedeutet, dass der Versicherer eine sogenannte Schadenshistorie erstellt und anhand der Schadensanzahl sowie der Fahrzeuganzahl einen Durchschnitt berechnet.
    • Dieser Durchschnitt sorgt dafür, dass ein Schaden an einem einzigen Fahrzeug der Flotte nicht direkt ins Gewicht fällt.
    • Je mehr Fahrzeuge du versichern möchtest, desto lohnenswerter wird es für dich, denn die Kfz-Flottenversicherung fällt im Vergleich zur einzelnen Kfz-Versicherungen dadurch deutlich günstiger aus.
    • Die Versicherungsgesellschaft behält stets den Überblick über deine Fahrzeuge, sodass du dich darum nicht mehr kümmern musst. Das ist vor allem im Falle eines Schadens von großem Vorteil.

    Abschluss einer Kfz-Flottenversicherung: Folgenden Kriterien solltest du Beachtung schenken!

    Damit du das richtige Versicherungspaket findest, ist es ratsam, dich von einem unabhängigen Versicherungsmakler beraten zu lassen. Zuzüglich solltest du dir aber auch selbst einen kleinen Überblick darüber verschaffen, welche Leistungen für dich und dein Unternehmen überhaupt in Frage kommen.

    Folgenden Kriterien solltest du daher besondere Beachtung schenken:

    • Welche Versicherungsarten sind in den Leistungen inkludiert?
    • Welche Schadensarten werden abgedeckt?
    • Gibt es spezielle Zusatzleistungen wie z.B. die GAP-Deckung für Leasingfahrzeuge
    • Wie hoch ist der Eigenanteil im Falle eines Schadens? Ist dieser je nach Schadensart unterschiedlich?
    • Wie hoch ist die maximale Deckungssumme?
    • Wie hoch sind die zu zahlenden Beiträge?
    • Wie gestaltet sich die Servicequalität?

    Wie hoch sind die Kosten einer Kfz-Flottenversicherung?

    Die Höhe der Beiträge zur Kfz-Flottenversicherung wird stets individuell berechnet. Demnach hängen die Kosten für den Versicherungsschutz unteranderem von folgenden Faktoren ab:

    • Fahrzeugart (Pkw, Lkw, Kraftrad, etc.)
    • Flottengröße
    • Eventuelle Vorschäden an den zu versichernden Fahrzeugen
    • Art der Gewerbetätigkeit

    Wissenswert: Die gewerbliche Tätigkeit spielt bei der Kostenberechnung eine entscheidende Rolle, denn die meisten Versicherungsgesellschaften stufen die verschiedenen Gewerbetätigkeiten in unterschiedliche Risikostufen ein. Demnach werden Fahrzeuge aus einem Transportunternehmen deutlich risikoreicher beurteilt, als beispielsweise der Fuhrpark einer Anwaltskanzlei.

    Was wird beim Versicherungsantrag abgefragt?

    Beim Versicherungsantrag für eine Kfz-Flottenversicherung musst du als zukünftiger Versicherungsnehmer häufig einen Risiko-Fragebogen ausfüllen. Dadurch kann die Versicherungsgesellschaft das Risiko eines Versicherungsschadens des zu versichernden Fuhrparks deutlich besser einschätzen. Welche Angaben letztendlich abgefragt werden, variiert von Versicherungsunternehmen zu Versicherungsunternehmen.

    Diese Angaben werden der bei der Risikoanalyse pro Fahrzeug abgefragt:

      • Amtliches Kennzeichen
      • Datum der Erstzulassung
      • Wagniskennziffer
      • KW und PS
      • Jährliche Fahrleistung
      • Aufbauart
      • Mehrwert
      • Leergewicht und Gesamtmasse
      • Verwendung (Fern-, Nahverkehr, etc.)
      • Schadensfreiheitsklasse
      • Deckung

     

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